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Erklärvideo erstellen lassen: Kosten, Ablauf und Anbieterwahl

Wann es sich lohnt, ein Erklärvideo erstellen zu lassen, wie der Ablauf mit Agentur aussieht, was den Preis bestimmt und wie du das Konzept vorbereitest.

LH

Aktualisiert am 17.10.2026

So erstellst du dein erstes Erklärvideo-Konzept selbst: Von der Idee zum Storyboard

Ein gutes Erklärvideo bringt in 60 bis 90 Sekunden auf den Punkt, wofür dein Produkt steht. Viele Gründer fragen sich deshalb: Soll ich das Video selbst produzieren oder ein Erklärvideo erstellen lassen? Beides kann funktionieren, hängt aber von Budget, Zeit, Anspruch und Einsatzzweck ab.

Wer die Produktion abgibt, muss trotzdem mitarbeiten. Die wichtigste Arbeit passiert vor dem ersten Strich: Zielgruppe, Kernbotschaft, Skript und Storyboard. In diesem Artikel erfährst du, wann sich eine Agentur lohnt, wie der Ablauf aussieht, wovon die Kosten abhängen, welche Rechte du dir sichern musst und wie du ein Konzept erstellst, mit dem jede Produktion besser wird.

Wofür Unternehmen Erklärvideos nutzen

Erklärvideos machen komplexe Angebote verständlich. Startups setzen sie typischerweise auf der Startseite, in Pitches vor Investoren, in Social-Media-Kampagnen, im Onboarding neuer Kunden oder für interne Schulungen ein. Besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten wie Software, Finanz- oder Gesundheitsdienstleistungen helfen sie, Fragen vorab zu beantworten und den Vertrieb zu entlasten.

Welche Formate für junge Unternehmen besonders gut passen, haben wir im Beitrag Erklärvideo für Startups zusammengefasst. Hier geht es vor allem um die Frage, wie du die Produktion organisierst.

Selbst machen oder Erklärvideo erstellen lassen?

Kriterium Selbst erstellen Erstellen lassen
Kosten Gering, meist nur Software-Abo Deutlich höher, abhängig von Länge und Stil
Zeitaufwand intern Hoch: Skript, Animation, Ton, Schnitt Mittel: Briefing, Feedback, Freigaben
Qualität Abhängig von deinen Fähigkeiten und Vorlagen Professionelle Illustration, Sprecher, Ton
Individualität Oft vorlagenbasiert Eigener Stil im Corporate Design möglich
Geeignet für Tests, interne Videos, Social-Media-Clips Website, Pitch, Kampagnen, Markenauftritt

Online-Tools und KI-Generatoren haben die Einstiegshürde gesenkt. Für einen ersten Test oder ein internes Schulungsvideo reichen sie oft aus. Für das zentrale Video auf deiner Website oder in einem Investorenpitch solltest du dagegen häufig ein Erklärvideo erstellen lassen, weil Verständlichkeit, Tonqualität und Wiedererkennbarkeit dort direkt auf deine Marke einzahlen.

Ablauf: So entsteht ein Erklärvideo mit Agentur

Die meisten Agenturen arbeiten in ähnlichen Schritten. Die Dauer liegt je nach Umfang und Feedbackschleifen oft bei einigen Wochen.

  1. Briefing: Du beschreibst Ziel, Zielgruppe, Kernbotschaft, Länge, Stil und Einsatzorte, häufig per Fragebogen und Gespräch.
  2. Skript: Ein Sprechertext wird geschrieben und mit dir abgestimmt. Hier entscheidet sich, ob das Video verständlich wird.
  3. Storyboard: Zu jedem Textabschnitt werden Szenen skizziert. Du siehst, wie die Geschichte visuell erzählt wird.
  4. Feedback und Korrektur: In der Regel sind eine oder mehrere Korrekturschleifen im Preis enthalten.
  5. Produktion: Illustration oder Animation, Sprachaufnahme, Musik und Soundeffekte.
  6. Lieferung: Das Video kommt in den gewünschten Formaten, etwa quer für die Website und hochkant für Social Media.

Erklärvideo erstellen lassen: Stile im Überblick

Verbreitet sind Whiteboard- oder Scribble-Videos mit handgezeichneten Illustrationen, 2D-Animationen mit Figuren, Motion-Graphics mit Icons und Typografie, Screencasts für Software sowie Legetrick-Videos. Spezialisierte Agenturen konzentrieren sich oft auf einen Stil. Ein Beispiel für Whiteboard-Animationen ist die Hamburger Agentur Scribble Video, die ihr Angebot unter https://www.scribble-video.de/ und für den österreichischen Markt unter https://www.scribble-video.at/ vorstellt. Vergleiche Stil und Referenzen mehrerer Anbieter, bevor du dich festlegst.

Kosten und Preisfaktoren

Wenn du ein Erklärvideo erstellen lassen willst, wirst du schnell merken: Feste Preise lassen sich seriös kaum nennen, weil Agenturen sehr unterschiedlich kalkulieren. Manche rechnen nach Videolänge in Sekunden ab, andere mit Paketpreisen oder nach Aufwand. Diese Faktoren bestimmen den Preis:

  • Länge: Jede zusätzliche Sekunde braucht Text, Bild und Animation. Längere Videos haben oft einen günstigeren Sekundenpreis.
  • Stil und Detailtiefe: Individuelle Illustrationen und aufwändige Animation kosten mehr als vorlagenbasierte Lösungen.
  • Konzeptarbeit: Liefert die Agentur Skript und Storyboard, steigt der Preis, aber auch die Qualität.
  • Sprecher und Musik: Professionelle Sprecher, mehrere Sprachen und lizenzierte Musik schlagen zu Buche.
  • Nutzungsrechte: Zeitlich und räumlich unbeschränkte Rechte für Werbung kosten oft mehr als eine reine Website-Nutzung.
  • Varianten: Untertitel, Kurzfassungen und Formate für Social Media sind häufig Zusatzleistungen.

Hole mindestens drei Angebote ein und achte darauf, dass sie denselben Leistungsumfang beschreiben. Kläre vorab, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und was zusätzliche Änderungen kosten.

Rechte und Pflichten, die du klären solltest

Wer ein Erklärvideo erstellen lassen will, sollte die Rechtefrage nicht unterschätzen. Ein Erklärvideo ist ein urheberrechtlich geschütztes Werk. Nach dem Urheberrechtsgesetz bestimmt der Vertrag, welche Nutzungsrechte du erhältst. Sind die Nutzungsarten nicht ausdrücklich benannt, gilt nur, was für den Vertragszweck nötig ist. Lass deshalb schriftlich festhalten, wo und wie lange du das Video nutzen darfst, etwa auf der Website, in Social Media, in bezahlter Werbung, auf Messen und im Ausland.

Prüfe außerdem, ob die Rechte an Sprecheraufnahme und Musik enthalten sind und ob du die Projektdateien für spätere Anpassungen bekommst. Für Online-Angebote, die sich an Verbraucher richten, gelten seit Juni 2025 zudem die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind davon ausgenommen. Untertitel sind unabhängig davon sinnvoll, weil viele Menschen Videos ohne Ton ansehen.

Konzept selbst vorbereiten: vom Ziel zum Storyboard

Auch wenn du ein Erklärvideo erstellen lassen möchtest, sparst du Zeit und Geld, wenn du gut vorbereitet ins Briefing gehst. Diese Fragen solltest du beantworten:

  • Ziel: Soll das Video verkaufen, informieren oder schulen? Was soll der Zuschauer danach tun?
  • Zielgruppe: Wer schaut zu, welches Problem hat diese Person, und welche Begriffe versteht sie?
  • Kernbotschaft: Formuliere in einem Satz, was hängen bleiben soll. Hilfreich ist die Übung aus dem Elevator Pitch.
  • Dramaturgie: Bewährt ist der Dreiklang Problem, Lösung, Handlungsaufforderung.
  • Länge: Als grobe Faustregel entsprechen etwa 130 bis 150 gesprochene Wörter einer Minute Video.

Storyboard skizzieren

Ein einfaches Storyboard kannst du selbst anlegen: eine Tabelle mit Sprechertext in der linken Spalte und einer kurzen Bildbeschreibung oder Skizze in der rechten. Strichmännchen reichen. Es geht darum, dass jede Szene genau eine Aussage trägt und die Bilder den Text ergänzen, statt ihn zu wiederholen. Mit einer solchen Vorlage kann die Agentur schneller arbeiten, und du vermeidest teure Korrekturen in der Produktion.

Das Video richtig einsetzen

Ein Erklärvideo wirkt nur, wenn es gesehen wird. Binde es prominent auf der Startseite oder der Produktseite ein, nutze Kurzfassungen für Social-Media-Videos und setze es im Vertrieb und Onboarding ein. Wie du Videos in eine Gesamtstrategie einbettest, liest du im Beitrag Videomarketing für Startups. Für größere Projekte wie Imagefilme findest du Tipps zur Agenturwahl in unserem Artikel zur Videoproduktion für Unternehmen.

Miss nach dem Start, wie viele Besucher das Video ansehen, an welcher Stelle sie abspringen und ob Anfragen oder Registrierungen steigen. Diese Zahlen helfen dir, das Video später zu kürzen oder eine zweite Version zu testen.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich ein Erklärvideo?

Definiere zuerst Ziel, Zielgruppe und Kernbotschaft. Schreibe dann ein kurzes Skript, skizziere ein Storyboard und setze es mit einem Animationstool oder einer Agentur um. Sprachaufnahme, Musik und Untertitel runden das Video ab.

Wie lange dauert es, ein Erklärvideo erstellen zu lassen?

Je nach Umfang und Anzahl der Korrekturschleifen meist einige Wochen. Plane genug Zeit für interne Abstimmungen ein, denn Freigaben verzögern Projekte häufiger als die Produktion selbst.

Wie lang sollte ein Erklärvideo sein?

Für Websites und Social Media haben sich 60 bis 120 Sekunden bewährt. Schulungsvideos dürfen länger sein, sollten aber in kurze Kapitel unterteilt werden.

Kann ich ein Erklärvideo mit KI erstellen?

KI-Tools können Skripte entwerfen, Stimmen erzeugen oder Animationen vorschlagen. Für einfache Videos reicht das oft. Prüfe aber Nutzungsrechte und Qualität genau, bevor du solche Videos in der Werbung einsetzt.

Fazit

Ein Erklärvideo erstellen lassen lohnt sich vor allem für zentrale Einsatzorte wie Website, Pitch und Kampagnen. Entscheidend sind ein klares Briefing, ein gutes Skript und ein Vertrag, der dir die nötigen Nutzungsrechte sichert. Vergleiche mehrere Agenturen anhand von Referenzen, Stil und Leistungsumfang und bereite dein Konzept selbst vor. So bekommst du ein Video, das dein Angebot verständlich macht und lange im Einsatz bleibt.

Quellen

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