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6 Min. Lesezeit

Meetings auf Englisch: Die wichtigsten Redewendungen für Gründer

Redewendungen für Eröffnung, Diskussion, Widerspruch, Rückfragen und Abschluss, typische Fehler deutscher Sprecher und Lerntipps für englische Meetings.

LH

Aktualisiert am 17.10.2026

Meetings auf Englisch souverän meistern: Die wichtigsten Redewendungen für jede Situation

Meetings auf Englisch gehören für viele Gründer und Teams zum Alltag: Gespräche mit internationalen Investoren, Calls mit Lieferanten im Ausland oder ein Team, das über mehrere Länder verteilt arbeitet. Grammatik und Grundwortschatz reichen dabei oft aus. Schwierig wird es, wenn du höflich widersprechen, das Wort ergreifen oder eine Diskussion lenken willst – dann fehlen schnell die passenden Formulierungen.

Hinzu kommt eine typisch deutsche Herausforderung: Viele Wendungen lassen sich nicht wörtlich übertragen und klingen auf Englisch schnell holprig oder zu direkt. In diesem Artikel findest du die wichtigsten Redewendungen für jede Phase eines Meetings, typische Fehler, eine Mini-Vorlage für die Moderation und Tipps, wie du die Phrasen so lernst, dass sie auch unter Druck sitzen.

Meetings auf Englisch vorbereiten

Gute Vorbereitung nimmt viel Nervosität. Verschicke vorab eine Agenda mit Zeitangaben und Zielen. Notiere dir zu jedem Punkt zwei, drei Sätze, die du sagen willst, und die wichtigsten Fachbegriffe. Kläre vorher, wer moderiert, wer protokolliert und welche Entscheidungen fallen sollen.

Gerade in internationalen Teams, die remote arbeiten, ist eine klare Struktur wichtig, weil Sprachbarrieren und Zeitzonen zusätzliche Reibung erzeugen. Tipps zur Organisation verteilter Teams findest du im Beitrag So baust du dein Remote-Startup auf. Arbeiten Teammitglieder dauerhaft aus dem Ausland, gelten zudem arbeits- und steuerrechtliche Besonderheiten, die wir im Beitrag zu Homeoffice aus dem Ausland erklären.

Das Meeting eröffnen

Wer moderiert, setzt den Ton. Klare Eröffnungssätze signalisieren Professionalität und geben allen Orientierung.

  • „Let’s get started, shall we?“ – pragmatischer Einstieg
  • „I’d like to welcome everyone to today’s meeting.“ – formellere Variante
  • „The purpose of today’s meeting is to …“ – Ziel benennen
  • „Did everyone receive a copy of the agenda?“ – alle auf denselben Stand bringen
  • „Let’s run through the agenda quickly.“ – Ablauf im Blick behalten
  • „We have 45 minutes, so let’s keep an eye on the time.“ – Zeitrahmen setzen

Small Talk vor dem Start

In englischsprachigen Meetings ist ein kurzer Small Talk üblich, bevor es zur Sache geht. Fragen wie „How was your week so far?“ oder „Where are you joining from today?“ lockern die Atmosphäre. Zu direkt ins Thema einzusteigen, wirkt auf manche Gesprächspartner unhöflich.

Den eigenen Standpunkt einbringen

Wer mitdiskutiert, braucht Formulierungen, die den eigenen Beitrag professionell einleiten, ohne aufdringlich zu wirken.

  • „I’d like to raise a point about …“ – das Wort ergreifen
  • „If I could just add something here …“ – sich in eine laufende Diskussion einbringen
  • „From my perspective …“ / „In my experience …“ – eigene Sicht betonen
  • „I’d like to build on what Anna just said.“ – an Vorredner anknüpfen
  • „Sorry to interrupt, but …“ – höflich unterbrechen

Höflich widersprechen

Unterschiedliche Einschätzungen sind normal. Wichtig ist, die eigene Position klar zu vertreten, ohne zu schroff zu wirken. Die Grundformel lautet: erst anerkennen, dann widersprechen.

  • „I see your point, but …“
  • „That’s a valid concern. However, …“
  • „I’m not sure I fully agree with that. Could we look at it from a different angle?“
  • „I understand where you’re coming from, but have we considered …?“

Typische Fehler deutscher Sprecher

Deutsche Muttersprachler formulieren oft direkter, als es im Englischen üblich ist. Ein schlichtes „That’s wrong.“ oder „You must …“ kann hart wirken. Weichmacher wie „I think“, „perhaps“ oder „could we“ helfen. Achte außerdem auf falsche Freunde: „eventually“ bedeutet „schließlich“, nicht „eventuell“, und „become“ heißt „werden“, nicht „bekommen“.

Eher vermeiden Besser
„That’s wrong.“ „I’m not sure that’s quite right.“
„You must send it today.“ „Could you send it today, please?“
„We will eventually do it.“ (gemeint: eventuell) „We might do it.“
„I become the report tomorrow.“ „I’ll get the report tomorrow.“

Nachfragen und klären

Missverständnisse entstehen schnell, vor allem bei unterschiedlichen Sprachniveaus und Akzenten. Nachzufragen ist keine Schwäche, sondern Professionalität. Gerade in Meetings auf Englisch mit Teilnehmern aus vielen Ländern sind Rückfragen völlig normal.

  • „Could you clarify what you mean by …?“
  • „Sorry, could you repeat that, please?“
  • „Just to make sure I understood correctly: …“
  • „So, if I understand you correctly, you’re saying …“

In Videocalls kommt Technik hinzu: „You’re on mute.“, „Can you see my screen?“ oder „Sorry, the connection dropped. Could you say that again?“ gehören zum Standardrepertoire.

Das Meeting abschließen

Ein gutes Meeting endet klar und verbindlich, mit Ergebnissen, Zuständigkeiten und nächsten Schritten.

  • „Let’s wrap up and summarize the key points.“
  • „So, the action items are: …“
  • „Who will take care of …?“
  • „I’ll send out the minutes by the end of the day.“
  • „Thank you all for your contributions. See you at our next meeting.“

Mini-Vorlage für Meetings auf Englisch

  1. Opening: „Let’s get started. The purpose of today’s meeting is …“
  2. Agenda: „We have three items on the agenda: …“
  3. Discussion: „What are your thoughts on …?“
  4. Decision: „So, do we agree that …?“
  5. Closing: „Let’s wrap up. The next steps are …“

Phrasen gezielt lernen

Die passenden Formulierungen zu kennen, ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist, sie im richtigen Moment sicher abrufen zu können. Für den Berufsalltag reichen oft einige Dutzend gut beherrschte Redewendungen. Es ist wertvoller, 30 Formulierungen souverän anzuwenden, als 200 nur theoretisch zu kennen. Wer regelmäßig Meetings auf Englisch führt, sollte sich deshalb eine persönliche Liste mit den eigenen Kernformulierungen anlegen.

Bewährt hat sich das Prinzip der verteilten Wiederholung (Spaced Repetition): Inhalte werden nicht nur gelesen, sondern in wachsenden Abständen aktiv abgefragt. Das kannst du mit selbst geschriebenen Karteikarten umsetzen oder mit digitalen Tools und Vokabeltrainern für Business-Englisch, wie sie etwa phase6 auf Basis von Lehrbuchinhalten anbietet. Alternativen sind andere Lern-Apps, Sprachkurse von Volkshochschulen oder Einzelcoaching.

  • Phrasen laut üben und in eigenen Sätzen anwenden
  • Englischsprachige Podcasts und Meetings bewusst auf Redewendungen hören
  • Eigene Meetings aufzeichnen (mit Einverständnis aller) und reflektieren
  • Feste Lernzeit einplanen, etwa zehn Minuten täglich

Welches Sprachniveau brauchst du?

Als Orientierung dient der Gemeinsame europäische Referenzrahmen (GER). Auf Niveau B2 kannst du dich laut Europarat so fließend verständigen, dass ein Gespräch mit Muttersprachlern für beide Seiten ohne große Anstrengung möglich ist, und einen Standpunkt mit Vor- und Nachteilen begründen. Wer Meetings auf Englisch selbst moderiert oder verhandelt, profitiert von Niveau C1. Im EF English Proficiency Index liegt Deutschland laut EF im internationalen Vergleich weit vorne – die Grundlage ist bei vielen also vorhanden, es fehlt eher an Routine.

Praxisbeispiel: Das erste Investorengespräch

Eine Gründerin aus München bereitet sich auf einen Call mit einem Investor aus London vor. Sie schreibt die Agenda auf Englisch, übt Einstieg, Kernaussagen und Abschluss laut und notiert sich Formulierungen für Rückfragen. Im Gespräch nutzt sie „Just to make sure I understood correctly“, als eine Frage zur Bewertung unklar ist, und schließt mit „I’ll send you our updated deck by Friday.“ Das Ergebnis: ein strukturiertes Gespräch und klare nächste Schritte. Wer mit seinem Startup international wächst, findet weitere Tipps im Beitrag International gründen.

Häufige Fragen

Wie bereite ich mich auf Meetings auf Englisch vor?

Verschicke eine Agenda, notiere dir Kernaussagen und Fachbegriffe und übe Einstieg und Abschluss laut. Lege dir Formulierungen für Rückfragen und Widerspruch bereit.

Was heißt „meet“ auf Englisch im Business-Kontext?

„To meet“ bedeutet „sich treffen“ oder „kennenlernen“. Im Business-Englisch wird „meet“ auch umgangssprachlich für ein Treffen oder einen Videocall genutzt, etwa „Let’s set up a quick meet“. Formeller ist „meeting“ oder „call“.

Wie begrüße ich Teilnehmer in einem englischen Meeting?

„Good morning, everyone, and thanks for joining.“ oder „I’d like to welcome everyone to today’s meeting.“ sind passende Begrüßungen. In lockeren Runden reicht „Hi everyone, thanks for making the time.“

Wie unterbreche ich höflich?

Mit „Sorry to interrupt, but …“ oder „Could I just come in here?“. Halte den Einwurf kurz und gib das Wort danach zurück.

Fazit

Meetings auf Englisch souverän zu führen, ist weniger eine Frage perfekter Grammatik als sicherer Routinen. Wer die wichtigsten Redewendungen für Eröffnung, Diskussion, Widerspruch, Rückfragen und Abschluss kennt und regelmäßig übt, wird schnell merken, dass internationale Gespräche zur Normalität werden.

Quellen

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